Proximity Marketing

Die Digitalisierung verändert stetig und nachhaltig unsere Kommunikation. Wir kommunizieren anders als vor zehn Jahren. Diese Veränderung betrifft auch Informationen und Werbemittel, die aufgrund des steigenden Digitalisierungsgrades angepasst werden müssen. Um mit der Welt Schritt zu halten ist ein Umdenken erforderlich: Das Bewegtbild rückt weiter in den Fokus und der User fordert mehr Interaktivität.
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Proximity
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27.11.2014

Proximity Marketing

Die Digitalisierung verändert stetig und nachhaltig unsere Kommunikation. Wir kommunizieren anders als vor zehn Jahren. Diese Veränderung betrifft auch Informationen und Werbemittel, die aufgrund des steigenden Digitalisierungsgrades angepasst werden müssen. Um mit der Welt Schritt zu halten ist ein Umdenken erforderlich: Das Bewegtbild rückt weiter in den Fokus und der User fordert mehr Interaktivität.

Konzepte, die aus einem Out-of-Home-Werbeträger ein Tor zwischen realer und virtueller Welt machen, faszinieren die Werbewelt. Die Digitalisierung bringt für die Außenwerbung die Möglichkeit der Interaktion mit den Verbrauchern mit sich. Die interaktiven Features ermöglichen es, die aufgebauten Markenpräferenzen in einen Abverkauf umzumünzen. Sie kombinieren in idealer Weise die Möglichkeiten des Outernets, also des überall und dauerhaft  zugänglichen Internets, mit denen der Außenwerbung – und schaffen so ideale Synergien. 

Ort und Zeit nehmen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle ein, da sie zusätzliche Relevanz beim Konsumenten schaffen. Kombiniert mit individuellen Präferenzen der Kunden lässt sich so ein zielgerichtetes One-to-One-Marketing realisieren (location-based services). Vor Jahren schon sind zwar bereits erste Bluetooth CLP-Netze entstanden, dann versuchten QR-Codes auf Plakaten die Lücke zwischen realer und virtueller Welt auf einfache Weise zu schließen, gefolgt von Bilderkennungs-Apps und der Near-Field-Communication (NFC). Bisher konnte sich nichts davon durchsetzen. Aktuell rückt das Thema iBeacon in den Fokus vieler Marketer. Eine Technologie die sich zurzeit dank des „i“ vor dem Namen eines ungeahnten Momentums erfreut. Zudem überzeugt die Technologie durch ihre Unaufdringlichkeit und Einfachheit.

Ein Beacon macht dabei eigentlich nichts anderes als immer nur ein Signal auszustrahlen. 64 Zeichen maximal, innerhalb von 2 bis 3 Sekunden. Das Signal wird von jedem Handy empfangen auf dem Bluetooth Low Energy (BLE) aktiviert ist. Und die Zahl derer steigt, da man BLE auch für die Verbindung mit Freisprecheinrichtungen oder Wearables braucht. Der BLE-Standard ist außerdem extrem energiesparend und nicht mit dem ursprünglichen eingesetzten und in den Köpfen vieler Nutzer immer noch präsenten Bluetooth Standard zu vergleichen. Entscheidend ist, wie die App auf dem Smartphone die Daten verwertet. Der effektive Nutzen wird auch bei dieser Technologie entscheidend für die Akzeptanz beim Endverbraucher sein. Daran sind bisher noch alle Verfahren gescheitert – zu aufwendig ist es einen QR-Reader aufzurufen und den Code zu fotografieren - zu aufwendig eine Bluetooth-Verbindung herzustellen und zu authentifizieren. Auch die iBeacon-Technologie wird sich nur durchsetzen, wenn die Erfahrung der Nutzer damit positiv ist.

Die Marke muss im Mittelpunkt stehen, der Case aus ihr heraus entwickelt und auf die Zielgruppe zugeschnitten werden.


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Der Ball liegt nun bei den werbungtreibenden Unternehmen und Agenturen, genau diese Cases zu entwickeln. Die Marke muss im Mittelpunkt stehen, der Case aus ihr heraus entwickelt und auf die Zielgruppe zugeschnitten werden. Um ihre Ideen auszuprobieren und so  Erfahrungen ohne Risiko und Kosten sammeln zu können, hat Ströer gemeinsam mit den Partnern Deutsche Bahn AG und Sensorberg den Open Playground im Düsseldorfer Hauptbahnhof geschaffen. 

Wir glauben, dass die Konsumenten so weit sind, mit dem Smartphone zu „snappen“, also Informationen direkt auf ihr Gerät zu übertragen oder das Handy als verlängerten Arm zu nutzen. In vielen anderen Ländern ist das bereits Realität. In China etwa hat der Retailer Yihaodian mehr als 1000 virtuelle Shops eröffnet. Die User müssen nur an einer geographischen Koordinate das Handy starten, die App aufrufen (mittels Beacon connected) und schon befinden sie sich mitten auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking in einem virtuelle Pop Up Store und können Produkte virtuell ansehen und bestellen.  

Die Akzeptanz von digitaler Außenwerbung  belegt unter anderem eine Studie, die der Fachverband Außenwerbung Anfang des Jahres vorgelegt hat. Demnach wird Digital-Out-of-Home-Werbung, von vielen Konsumenten als „sympathisch, informativ und modern“ bewertet. Und: Es sind vor allem die in das Programm eingebetteten Werbeblöcke, die die höchste Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Für Werbungtreibende sind das gute Nachrichten. Denn wo, außer den großen Screens im Kino oder Out-of-Home wird Werbung schon gerne gesehen?

 

50

Meter Reichweite schafft ein Beacon.


 

>1.000

virtuelle Shops hat der chinesische Retailer Yihaodian eröffnet.

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13.09.2016