Mobilität in Deutschland 2017

Nach 2002 und 2008 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) 2017 das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH zum dritten Mal mit der Durchführung der Studie Mobilität in Deutschland (MiD) beauftragt. Die MiD 2017 erlaubt einen Zeitvergleich mit den vorangegangenen Erhebungen 2002 und 2008.

Methodik

Methodenmix aus schriftlichen und telefonischen Interviews.

Grundgesamtheit

  • 156.420 befragte Haushalte
  • 316.361 befragten Personen
  • 960.619 berichtete Wege


Erhebungszeitraum

Mai 2016 bis September 2017

Kernergebnisse

Die Auswertung der Studie Mobilität in Deutschland (MiD) 2017 und der Vergleich mit den Ergebnissen der Vorgängerstudien  zeigt:

Mobilität bleibt stabil

  • Bundesweit gesehen haben sich Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung gegenüber den letzten MiD-Erhebungen 2002 und 2008 nur wenig verändert.
  • Im Schnitt legen wir weniger Wege/Tag zurück. Diese sind jedoch etwas länger und nehmen mehr Zeit in Anspruch.

 

Mobilität verschiebt sich in die Städte

  • Die Gesamtentwicklung täuscht über regionale Unterschiede hinweg.
  • Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung nehmen in Metropolen und Großstädten deutlich zu, bei gleichzeitigen Rückgängen des Verkehrs in ländlichen Regionen.
  • Anstieg der Stadtmobilität (Verkehrsleistung) gegenüber 2008 um Ix 117!

Pkw - mehr Fahrzeuge, konstante Nutzung

  • Die Pkw-Flotte ist auf mittlerweile gut 43 Mio. Fahrzeuge in den privaten Haushalten angewachsen. Anders als 2008 kommt damit mehr als ein Auto auf jeden Haushalt.
  • Das Auto bleibt mit weitem Abstand Verkehrsträger Nummer eins. Wie 2002 und 2008 entfallen knapp 60 Prozent auf den motorisierten Individualverkehr.

Plus für Rad, Bus und Bahn

  • Das Fahrrad legt nicht nur in seinem Anteil etwas zu, sondern vor allem in der erbrachten Fahrleistung. Es wird nicht nur öfter, sondern auch weiter Rad gefahren. Der öffentliche Verkehr wächst v.a. im Aufkommen.

Wegezwecke verschieben sich

  • Beruflich bedingter Verkehr nimmt weiter zu. Freizeit-mobilität und Einkaufsmobilität nehmen etwas ab.