14.05.2020

Peace Line Projekt: Friendensbotschaftler gesucht

Die Kampagne soll mit Plakatanzeigen dazu beitragen, Frieden und Verständigung zu stärken.

Zusammen mit der Berliner Agentur glow hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. das PEACE LINE Projekt aus der Taufe gehoben. Neben der Entwicklung eines Claims und eines Logos umfasst die Kampagne Plakate, Flyer, Spots, Social Media Posts sowie eine Webseite.

Etwa 20 Millionen Menschen wurden im Ersten Weltkrieg getötet, zwischen 60–70 Millionen im Zweiten. Die letzten Zeitzeugen, die von den Schrecken der Schlacht berichten könnten, sind über 90 Jahre alt. Wie können wir das Gedenken und die Erinnerung an die größten Tragödien der Menschheit bei jungen Menschen aufrechterhalten? Deshalb wurde PEACE LINE, das junge Projekt des Volksbundes ins Leben gerufen.

Das von glow entwickelte Logo für das Projekt „PEACE LINE“ ist eine abstrahierte Friedenstaube im Outline-Stil. Aus den „Lines“ entsteht so das Symbol von „Peace“. Das Logo ist gut zu animieren und man kann es mit einer gelieferten Origami-Anleitung selbst nachbasteln. So kann jeder etwas Frieden überall auf der Welt hinterlassen. Die Plakate werben mit Headlines wie „PEACE AMBASSADORS WANTED“, „PEACE IS A QUEST“ oder „MAKE HISTORY YOUR STORY“ bei jungen Leuten.

Im Projekt stehen dann den Teilnehmern drei mögliche Routen zur Auswahl. An den Gedenkorten soll die internationale Reisegruppe Vorträge hören, mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen, neue Perspektiven kennenlernen und so eine friedliche Basis für eine gemeinsame Zukunft schaffen. PEACE LINE wird dabei gefördert vom Auswärtigen Amt. Gerade im wieder aufkeimenden weltweiten Nationalismus soll die Kampagne dazu beitragen, Frieden und Verständigung zu stärken.

Die Touren durch Europa starten durch die Corona-Krise jetzt mit Verzögerung im September.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. – Gemeinsam für den Frieden

Der Volksbund wurde als gemeinnützige Organisation am 16.12.1919 gegründet, um nach den deutschen Kriegstoten des Ersten Weltkrieges zu suchen und deren Gräber zu pflegen. Die Mitarbeitenden beantworten jährlich rund 35.000 Anfragen zum Verbleib der Toten beider Weltkriege. Seit 1953 führt der Volksbund internationale Jugendbegegnungen und Workcamps durch. In den vier Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland finden friedenspädagogische Projekte statt. Rund 20.000 Jugendliche und junge Erwachsene nutzen das jährlich. www.volksbund.de

(Quelle: glowberlin.wordpress.com, 30.04.2020)