28. November 2019

Emotion AI – die menschliche künstliche Intelligenz

TAWNY und Ströer arbeiten in verschiedenen Testfeldern gemeinsam daran, Maschinen mit emotionaler Intelligenz (EI) auszustatten, um sie responsiv auf menschliche Zustände und Verfassungen zu gestalten.

Künstliche Intelligenz ist eines der Buzzwords in unserer heutigen Geschäftswelt. Die Meinungen über diese Technologie sind stark zwiespältig. Auf der einen Seite fasziniert es die Menschen zu sehen, was Computerleistungen heute erbringen können, auf der anderen Seite des Spannungsfeldes ist eine deutliche Besorgnis und Angst zu spüren, dass immer effizientere Technologien den Menschen als Leistungserbringer überholen oder sogar ersetzen.

Die Fortführung dieser Technologie ist nun die emotionale Intelligenz. Sie wird in der Lage sein, affektive Zustände eines Menschen zu verstehen und adäquat darauf eingehen zu können. Die vormals einzige Domäne, die dem Menschen noch vorbehalten war, wird in Zukunft auch von Maschinen angewandt werden können. Hier werden menschliche Daten, wie z.B. physiologische-, Video oder Textdaten ausgewertet, um Muster im Verhalten besonderen Gemütszuständen zuordnen zu können. Durch „Affective Computing“ können so Emotionen identifiziert und analysiert werden und mit Erkennungs-Algorithmen klassifiziert werden. Anschließend können diese Zustände auf Maschinen projiziert werden, umso in Zukunft Produkte, Dienstleistungen sowie Erlebnisse empathisch gestalten zu können. Ähnlich wie bei dem autonomen Fahren wird sich die Entwicklung der emotionalen Intelligenz in unterschiedlichen Stufen vollziehen.

Abbildung: Die vier Stufen der emotionalen Intelligenz von Maschinen, Robotern und digitalen Systemen

Während heute die emotionale Intelligenz nahezu aller Maschinen auf diesem Planeten bei null liegt, wird es in naher Zukunft Systeme mit partieller, und später auch mit sehr hoher emotionaler Intelligenz geben. Die Frage ob es darüber hinaus noch Roboter mit eigenem Bewusstsein und vielleicht, als einen weiteren Schritt in der Evolution, siliziumbasiertes Leben geben wird, ist bereits heute anregender Gesprächsstoff von Evolutionsforschern, Ethikern, Science Fiction Experten und Philosophen.

In dem Förderprojekt „Informations- und Kommunikationstechnik“ des Bayrischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie forscht TAWNY zusammen mit Ströer an sensorbasierter Emotionserkennung bei textbasierten Dialogsystemen im Rahmen von EmotionBots. Ströer stellt sich somit neben seinem horizontal aufgestelltem Produktportfolio auch technologisch breit auf, um weiterhin als Technologieleader die Medienindustrie von Morgen gestalten zu können.

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