24. April 2018

Frankfurter U-Bahn Station wurde zur Lichtinstallation

Künstler Fabian Gatermann präsentierte "City Light Charts" auf Ströer Werbeträgern.

Was passiert, wenn Lichtkunst anstatt Werbung mit uns an öffentlichen Orten kommuniziert? Die Installation des Münchner Künstlers Fabian Gatermann innerhalb des U-Bahn Bereichs an der Schweizer Straße in Frankfurt am Main ging diesem Ansatz nach. Während des Festivals der Lichtkultur „Luminale" im März verwandelte er die Frankfurter U-Bahn-Station zu der begehbaren Lichtinstallation „City Light Charts" auf Ströer Werbeträgern.

Mit seiner Installation zeigte Gatermann eine interaktive Form von Lichtkunst im öffentlichen Raum, die sich aus unterschiedlicher Perspektive verändern. Dargestellt werden abstrakte Flächen und Mengenverteilungen, die an Diagramme und Kurse (charts) erinnern. Dabei ging es explizit darum, bestehende Formen und Elemente der Stadtgestaltung zu nutzen und zu erforschen, wie Lichtkunst jetzt und in Zukunft ohne Eventcharakter ein fester Bestandteil der Stadtarchitektur und Reflexion sein kann.

Ausgangspunkte für die Kunstwerke von Gatermann sind unter anderem verschiedene (Börsen-) Kurse wie die unterschiedlicher Kryptowährungen, der Dotcom-Blase, des Rohöls oder der Migrationsentwicklung, die er kunstvoll zu amorphen und organischen Objekten entwickelt.

„Mich interessiert vor allem, wie ich eine maximale Differenz der Kurse und einer künstlerischen Ästhetik zu dem abgebildeten Inhalt schaffen kann, um einen Raum zwischen Emotion, Faszination und Entfremdung aufzumachen", sagt der Künstler.

Fabian Gatermann hat die Kunstwerke über Algorithmen und computergenerierte Reihungen aus einzelnen Kursverläufen erstellt. Davor hat er in einem Selbstversuch an unterschiedlichen Börsen investiert, um den emotionalen Sog der Kursverläufe zu verstehen.

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