18. März 2020

So war der sTARTUpday in Tartu, Estland

Der sTARTUp Day ist das größte Start-up-Festival im Baltikum und bringt neben Start-ups auch traditionelle Unternehmer, Investoren, Innovatoren und Studenten zusammen.

Ströer war zu Beginn des Jahres zum wiederholten Male auf dem größten Start-up-Festival im Baltikum: dem sTARTUp Day 2020 in Tartu, Estland. Das dreitägige Festival bringt neben Start-ups auch traditionelle Unternehmer, Investoren, Innovatoren und Studenten zusammen. Der sTARTUp Day ist eine hervorragende Plattform, um mit innovativen Start-ups ins Gespräch zu kommen und mögliche Unternehmenspotentiale zu identifizieren.

Das Programm befasste sich in diesem Jahr mit verschiedensten Themenfeldern: vom Marketing bis zur Raumfahrttechnik, vom Fundraising bis zur intelligenten Stadt, von der künstlichen Intelligenz bis zur kreativen Wirtschaft. Das Besondere am Festival: Die Esten haben eine einzigartige Herangehensweise an die Digitalisierung ihrer Gesellschaft. Sie sind neuen Techniken deutlich offener gegenüber und entsprechend schneller bei der Implementierung.

4.400 Menschen aus 60 Ländern konnten sich auf zwei großen Bühnen Keynotes anhören und den Speakern auf der Community Stage weiterführende Fragen stellen. Auf der Pitching Stage konnten sich die Start-ups themenbezogen präsentieren. Hier waren vor allem Sustainability als auch Cybersecurity zentrale Themenfelder, auf die viele Start-ups ihre Geschäftsmodelle aufgebaut haben. Das Themenfeld Sustainability befasste sich dabei vor allem mit folgenden Punkten: nachhaltig konsumieren und verwerten, recyceln und komplett neue Produkte aus bereits verwendeten Materialien herstellen und in einer sauberen Umwelt leben. Bei Cybersecurity standen die Themen Sicherheitslücken frühzeitig erkennen, minimale Verpixelungen von Foto- und Videoaufnahmen und die Vereinfachung der Erzeugung von Deepfakes im Vordergrund.

Ein wichtiges Takeaway: Die Umsetzungs- und Entwicklungsgeschwindigkeit in Estland ist eine ganz andere als in Deutschland. Aufgrund der fortgeschrittenen Digitalisierung und der Offenheit gegenüber neuen Technologien, entwickeln sich Produkte und Services viel schneller als das bei hierzulande aufgrund von Bürokratie und Regularien der Fall ist. Produkte und Services, die in Estland bereits angeboten werden und von denen man unverkennbar profitiert, werden – wenn überhaupt – erst in einigen Jahren nach Deutschland kommen. Fazit: Deutschland hat bei der Digitalisierung einen großen Nachholbedarf!

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