Facebook Location Check-Ins Studie

Wie passen Plakat und Social Media zusammen? Diese innovative Studie zeigt: sehr gut!
Denn Social Media lebt von Inhalten und findet eben draußen statt.

Methodik

Diese Social Media Analyse basiert auf der Facebook Monitoring-Technologie Socialbakers, die die öffentlichen Posts bei Facebook untersucht. Dabei wurden die Location selbst und Zahl der Check-Ins und Likes erhoben. Die Top 1.000 Orte wurden nach Art der Location, z.B. Bar oder Wahrzeichen, gegliedert und die Zahl der Foto-Uploads, Stadt und Zielgruppe am Ort hinzugefügt. Anschließend erfolgte eine qualitative Untersuchung der  Motive und Nutzertypen anhand einer Teilstichprobe 100 beispielhafter Nutzer.

Zeitraum

November 2013

Institut

MediaCom Science

Ergebnis

Die Location mit der absolut höchsten Zahl an Check-Ins ist Berlin – the place to be. Diese Location verzeichnete im November 2013 bereits 1.434.703 Check-Ins. Im März 2014 waren es über 1,57 Millionen. Der Frankfurter Flughafen liegt mit knapp 1,2 Millionen Check-Ins auf Platz 2, gefolgt vom Düsseldorfer und Münchner Flughafen. 

Unter den Locations mit den meisten Check-Ins in Deutschland findet sich aber auch eine Überraschung: Der Europa-Park in Rust. Mit insgesamt 462.876 Check-Ins schneidet er sogar besser
ab als die Touristen-Location München. Für jede Location wurde auch die Anzahl der von Nutzern hochgeladenen Fotos erhoben und hier liegt der Europa-Park national sogar auf Platz 2 mit knapp
1,8 Millionen Fotos. Als Vergleich: Im Durchschnitt verfügen die Top 1.000 Locations auf Facebook Places über 31.784 Foto-Uploads. 

Besonders spannend zudem ist die starke Konzentration unter den Top 1.000 Facebook Places. Das heißt eine kleine Zahl an Orten ist für einen Großteil der Check-Ins verantwortlich. Es gibt somit auch in Social Media sogenannte Hot-Spots, an denen sich Menschen aktiv mit ihrem Smartphone oder Tablet einchecken. Dagegen gibt es eine viel größere Zahl an Orten, die nur sehr wenig Aktivität, das heißt Check-Ins durch Nutzer, zeigen (siehe Abbildung 3).

Trägt man die Check-Ins auf einer Karte auf Gemeindeebene ein, zeigt sich zwar, dass sich Nutzer
vor allem in urbanen Regionen einchecken, aber das Ranking der Top 10 Städte nach Check-In-Index dominieren Kleinstädte.

Auf Platz 1 der Städte findet sich Brühl bei Köln. 7,3 Mal häufiger als in anderen Städten finden in Brühl aktive Check-Ins statt! Der Grund ist der Freizeitpark Phantasialand. Auch auf den weiteren Plätzen folgen Städte wie Soltau, Schwangau, Rust, Krausnick oder Nürburg – alle Städte, die über eine überregionale Touristenattraktion verfügen. Hier erleben Menschen mitteilenswerte Dinge, die vom routinierten Alltag abweichen und sich daher zur Selbstprofilierung in Social Media eignen.

Fazit

  • Wozu früher die Postkarte genutzt wurde, wird heute bei Facebook Places eingecheckt.
  • Freizeitaktivitäten verhelfen Städten zu höherem (öffentlichen) Involvement bei Facebook Places.
  • Die Zielgruppe 18-34 nutzt die Check-Ins besonders häufig.