26.05.2015

Open Playground erfolgreich beendet

Beacon-Testfeld von Ströer und Deutscher Bahn zeigt Anwendungsbeispiele für die Werbung.

Nach sechs Monaten wurde das größte öffentliche Beacon-Testfeld von Ströer und der Deutschen Bahn im Düsseldorfer Hauptbahnhof erfolgreich beendet. Der Open Playground hat gezeigt, dass von den durchschnittlich täglich 250.000 Bahnhofsbesuchern rund 40 Prozent Bluetooth aktiviert haben. Philips, Loreal, die Agentur t8y.com, die Sparkassen-Finanzportal GmbH und ein Softgetränkehersteller nutzten den Open Playground, um iBeacon Kampagnen in ihrer Zielgruppe zu testen.  

PHILIPS TESTET BEACON-CRM

In Kooperation mit der Produkttestplattform „mytest.de“ hat Philips den Open Playground genutzt, um potentielle Produkttester für den Rasierer „Shaver Series 9000“ zu finden, den Test zu begleiten und auch nach Kampagnenende die Testergebnisse zu kommunizieren.  

COUPONING MIT BARCOO

L‘Oréal und ein Softgetränkehersteller haben barcoo als reichweitenstarke Träger-App genutzt, um Bahnhofsbesucher auf Angebote hinzuweisen. Mit Spots auf Station Video wurden die Marken im Vorfeld implizit aufgeladen. Das Clearing fand in Kooperation mit dem Coupon-Anbieter Coupies statt: Der Kassenzettel wurde abfotografiert und der Betrag gutgeschrieben. Die CTR konnte bei beiden Kampagnen auf rund 20 Prozent gesteigert werden. 

T8Y.com-PAPER-CHASE-APP

T8y.com hat einen „location based gaming“-Ansatz im Open Playground getestet. Als Spielmodi wurden eine Schnitzeljagd, Go shopping und Find mates angeboten und getestet.    

SPARKASSEN-FINANZPORTAL SETZT AUF SERVICEKOMMUNIKATION 

Ankommende Bahnhofsbesucher wurden via Spots auf Station Video auf die GeldautomatenFinder-App des Sparkassen-Finanzportals aufmerksam gemacht.  Interessierte konnten sich über die iBeacon-Technologie bspw. den Weg zum nächst gelegenen Geldautomaten anzeigen lassen und, in Abhängigkeit von Aufenthaltsort und Zeit, zusätzlich angebotene Services nutzen.  

„Die Cases zeigen, dass das Interesse bei Agenturen und Werbungtreibenden, sich mit dem Thema iBeacon auseinanderzusetzen, vorhanden ist und die Technologie vielversprechend ist. Wir haben in Gesprächen mit Agenturen und Werbungtreibenden aber festgestellt, dass sich die Technologie zurzeit schneller als die operativen Planungsprozesse entwickelt“, erklärt Christian von den Brincken, Geschäftsführer Business Development bei Ströer. „Wir gehen davon aus, dass durch die neuen Wearables das Potenzial für Beacon Anwendungen in den Unternehmen nochmal zunehmen wird. Unsere Infrastruktur und unser Wissen stellen wir unseren Kunden dann gerne zur Verfügung.“ 

Konventionelle Werbekonzepte können nicht einfach auf iBeacon übertragen werden. Um dem User relevante, persönliche Mehrwerte via Push-Nachrichten auf sein Smartphone schicken zu können, müssen persönliche Nutzer- und Bewegungsdaten mit einbezogen werden. Mit diesen Themen hat sich auch die DB im Rahmen des Open  Playgrounds auseinander gesetzt. Gemeinsam mit der Digitalagentur Aperto Move hat die DB verschiedene Kunden- und Reisesituationen analysiert und ein iBeacon-Konzept entwickelt mit dem Ziel den Informationsfluss im Hinblick auf An- und Abfahrtszeiten, Umstiege, Gleisangaben, Shopping- und Dienstleistungsangeboten im Bahnhof zu optimieren.  

„Die individuelle Kundenansprache wird auch für uns immer wichtiger. Mit der  iBeacon-Technologie haben wir die Möglichkeit, weitere Servicefunktionen sinnvoll für unsere Kunden in die Bahnhöfe zu integrieren“, sagt Gabriele Handel-Jung, Leiterin Marketing bei DB Mobility Logistics.  

Ströer besitzt mit rund 230.000 POIs in Deutschland zumindest die Möglichkeit, ganze Städte mit Beacons auszustatten und den digitalen Handshake für Unternehmen einfach und flächendeckend zu ermöglichen.

(Quelle: Ströer, 22.05.2015)