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Dienstag, 16.08 2011

Umstellung Preissysteme auf Leistungswert PpS wird verschoben, G-Wert bleibt 2012 erhalten.
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Der Fachverband Aussenwerbung e.V. (FAW) treibt mit Nachdruck die Etablierung des Leistungswerts "Plakatseher pro Stelle" ("PpS") als einheitliche und universale Währung der Außenwerbung zum Ausweis der Leistung einzeln buchbarer Plakatstellen voran. Der von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma) als Werbemittelkontaktchance definierte und aus der ma Plakat seit nunmehr vier Jahren bekannte und im Markt durchgehend akzeptierte PpS löst als Plakatwährung grundsätzlich den so genannten G-Wert* ab. Mit einem entsprechenden Beschluss sind die Mitglieder des FAW im Juni vergangenen Jahres der Forderung vieler Kunden, unter anderem des OWM, nach einer einheitlichen, unter dem ag.ma-Dach entwickelten Leistungsbewertung für Einzelstellen gefolgt. Der Ausweis des PpS erfolgt als Kontaktsumme eines Werbeträgers pro Tag.

In den zurückliegenden Monaten haben Arbeitsgruppen innerhalb des FAW an der vollständigen Umstellung auf den Leistungswert PpS gearbeitet, insbesondere im Hinblick auf das Ziel, die neue Währung auch zur Grundlage der Preisgestaltung für einzeln buchbare Werbeträger zu machen und damit vom G-Wert* auch dessen Funktion als preisbildendes Kriterium zu übernehmen.

Dieser Schritt stellt eine tiefgreifende Veränderung dar, aus der sich sehr komplexe Fragestellungen ergeben haben. Im Vordergrund steht dabei die Notwendigkeit, eine verlässliche Einschätzung der neuen Währung auf der Basis der aktuellen Daten aus der neuen ma 2011 Plakat zu erhalten. Da der entsprechende Zähldatensatz der ma 2011 Plakat erst am 13.07.2011 erschienen ist, ist eine solche verlässliche Einschätzung in der verbleibenden Zeit bis zur Erstellung der Preislisten für das kommende Jahr nicht möglich.

Deshalb haben sich wesentliche Anbieter wie z. B. die Firmen awk, Plakatunion, Schwarz, Ströer und WallDecaux dazu entschlossen, noch ein weiteres Jahr mit den bisher für die Preisfindung vorliegenden Leistungswerten, v.a. mit dem allen Kunden vertrauten G-Wert* als preisentscheidendes Kriterium für die einzeln buchbaren Werbeträger zu arbeiten. Der G-Wert* ist seit 1993 Grundlage der Preisfindung in der Plakatwerbung; dabei werden die einzelnen Plakatstellen den ihrer jeweiligen Leistung entsprechenden Preiskategorien zugeordnet.

Davon unabhängig wird der FAW sein Ziel weiter verfolgen, einen einheitlichen und von jedem Marktteilnehmer akzeptierten Leistungswert im Markt zu etablieren.

Info

Die intramediale Plakatwährung Plakatseher pro Stelle (PpS) ist laut Definition der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (ag.ma) der sichtbarkeitsgewichtete Passagekontakt mit einer einzelnen Plakatstelle und somit als Werbemittelkontaktchance einzustufen. Diese "Sichtbarkeits-Gewichtung" erfolgt bei der Berechnung der Kontaktwerte durch die Berücksichtigung qualifizierender Stellenstandort-Parameter. Die Erhebung der Parameter und die Überprüfung der Standorte für jede Plakatstelle wird von einer unabhängigen Institution vor Ort durchgeführt.

*Der G-Wert ist ein eingetragenes Markenzeichen der GfK, Nürnberg.

(Quelle: faw-ev.de, 11.08.2011)